Die „Französische Revolution“ 1789

Die „Große sozialistische Oktoberrevolution“ 1917

Die „Friedliche deutsche Revolution“ 1989

Alles Fakes.

Wenn man die französische Revolution ja noch als eine solche sehen könnte (obwohl hier auch konspirative Kräfte ihre Finger im Spiel hatten) so ist die Oktoberrevolution 1917 bekanntlich nichts als ein Staatsstreich gewesen, der im Nachhinein einen Sturm auf das Winterpalais spendiert bekam. Auch die Propaganda ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass die russische Arbeiterklasse in einem blutigen Kampf die Macht ergriffen habe. Dass deutsche und amerikanische Intriganten ihre Schachfiguren passgenau platzierten (Lenin mit einem Zug und mehreren Millionen RM und Trotzki als sein Gegenpart seitens der Amerikaner) dürfte auch mittlerweile bekannt sein. Dass ein Krimineller Namens Stalin dazwischenfunkte, war erst einmal so nicht geplant. Aber auch er geriet recht bald in die Klauen des internationalen Geldadels.

Ach ja…

So richtig gaga erscheint mir so langsam der Mauerfall 1989, wenn sich der Vorhang des Geheimen so nach und nach hebt.

Aus „Atomic Blonde“: USA-2017 – mit Charlize Theron als britische Geheimagentin in der Hauptrolle. Es war keine Revolution. Sondern ein geplanter Mauerfall. Die Bedeutung dieses Umstandes wird bis heute in kaum einer Kritik gewürdigt.

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Selbst in Blockbustern wurde das Thema vor Jahren zaghaft bearbeitet und angedeutet, dass ganz andere Kräfte hinter der Sache stehen.

Aber jetzt mal Tacheles:

In meinem „Geschichtsband“ zur UNO-Flugpost bearbeite ich die Ermittlungsergebnisse von Michael Wolski und Reinhard Otto Kranz. Kaum einer der etablierten Politniks traute sich derart aus der Deckung wie sie. Warum? Weil sie Teil des Umbruchs waren. Jene, die hier zitiert werden, fügten lediglich die Punkte zusammen und können die These untermauern, dass die Mauer keine Deutsch-Deutsche Sache war, sondern eine Sowjetisch-Amerikanische.

Anfang der 70er Jahre sich einige Weichen, die einst wichtig werden, um einen seit 1966 bestehenden Plan zur Abwicklung des sozialistischen Experiments zu vollziehen, auch wenn die Umsetzung vorwiegend bis 1987 völlig und bis 1990 so weit es ging im Geheimen ablief.

Rückblick:

Stalin hatte in seiner Note vom 10. März 1952 den Westmächten ein neutrales Deutschland angeboten.

Dieser Vorschlag hätte aber vermutlich auch bedeutet, dass die sowjetische Aktiengesellschaft Wismut, die auf dem Gebiet der SBZ seit 1946 Uran förderte, nicht mehr im alleinigen Besitz der sowjetischen Armee hätte verbleiben können. Auch hätte der Westen Informationen über die Mengen an gefördertem Uran erhalten. Zu diesem Zeitpunkt waren die sowjetischen Uranförderstätten noch nicht betriebsbereit. Damit wäre es zu der, von Semjonow beschriebenen „schweren Erschütterung“ der UdSSR gekommen, da im Rüstungswettlauf die Sowjetunion nicht hätte mithalten können.

Im Moskauer Politbüro gab es zwei unversöhnliche Positionen: die von Berija, welche die DDR abgeben und die der Armee, welche die DDR behalten wollte.

So spitzte sich nach dem Moskauer Besuch Ulbrichts am 12. Juni die innenpolitische Lage dramatisch zu. Noch heute ist unklar, ob die SED daran beteiligt war, um den Einsatz der sowjetischen Armee zu provozieren. Hinter den Kulissen trugen dann am 17. Juni sowjetische Akteure ihren Machtkampf auf deutschem Boden aus. Selbst Ulbricht soll eine Zukunft in einem sowjetischen Gulag bevorgestanden haben. Soviel zum „faschistischen Putschversuch revisionistischer Kräfte“. Beria unterlag und wurde erschossen. Für die Idee des Sozialismus in Europa waren die Einmärsche nach dem Aufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR und den Ereignissen in Ungarn 1956 tiefe Zäsuren.

Lawrenti Beria (17.03.1899 – 23.12.1953) Beria wurde bei der Sitzung des Zentralkomitees der KPdSU unter Vorsitz von Nikita Chruschtschow am 26. Juni 1953 verhaftet. In dem geheim geführten Prozess wurde am 23. Dezember 1953 das Todesurteil ausgesprochen und noch am selben Tage durch Erschießen vollstreckt. Anm.: Man beachte den roten Stern

Die Sowjetunion war 1961 dann Bauherr (!) der Berliner Mauer,… die DDR stellte als Nachauftragnehmer Ingenieure, Bauarbeiter und Material sowie später die Bewachung. Selbst aus Westdeutschland kamen gegen Devisen Stacheldrahtlieferungen. Die Machtfrage Ost/West wurde adhoc neu definiert, nachdem ein ultimativer Friedenvertrag der Aliierten mit Deutschland nicht zustande kam. Als dessen Ergebnis erst begründete sich die Entspannungspolitik, die nach einem weiteren gewaltsamen Ereignis zum Ende der 60er Jahre einsetzte.

Flüchtlinge, die in Westberlin ankamen, konnten per Flugzeug in die Bundesrepublik weiterreisen. Im Jahr 1961 verließen bis zum 13. August etwa 180.000 Bürger die DDR, davon etwa 50% jünger als 26 Jahre. Das waren 1961 über 20.000 Menschen monatlich, so viele wie im Krisenjahr 1953.

Nikita Sergejewitsch Chruschtschow (03.04.1894 – 11.09.1971)

1960 fand ein Test-Mauerbau auf einem Moskauer Militärgelände („Polygon“) statt. Es wurde geprobt, wie schnell der Mauerbau funktionieren musste und welcher Material- und Personaleinsatz bei der Sofortabriegelung notwendig sein würde.

1968, …acht Jahre nach Chrustschows Befehl zum Mauerbau, setzte die Sowjetunion abermals ihren Führungsanspruch durch und zeigte mit dem Einmarsch in der Tschechoslowakei am 21. August ihre Stärke. Die „Prager Frühlings“-Parteiführung hatte einen populären Kurs eingeschlagen, welcher den Fundamentalisten in Moskau gar nicht behagte. Der Westen reagierte allerdings nur medial, hatte aber auch verstanden, dass das staatssozialistische System nur noch mit Gewalt aus Moskau zusammengehalten bleiben konnte. Man musste also nunmehr anders herangehen. Konsirativ und diplomatisch. Es folgten der Vertrag der Bundesrepublik mit der UdSSR 1970 und das „Viermächteabkommen zu Berlin“, sowie das Transitab-kommen DDR/ BRD 1971.

Leonid Iljitsch Breschnew (06.12.1906 – 10.11.1982)

1975 wurde auf der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) die Schlussakte von Helsinki unterzeichnet.Danach stieg der Ausreisedruck in der DDR und bis Ende 1984 konnten 48.400 Personen (darunter viele Künstler) dauerhaft ausreisen. In diese Zeit fielen auch die zwei Milliarden-Kredite der BRD an die DDR.

Ende 1979 gab es seitens der Führung der UdSSR einen Anflug von Größenwahn mit dem Einmarsch sowjetischer Soldaten in Afghanistan und dem nachfolgenden Krieg, der nicht zu gewinnen war. Die Falle Brezinskis schnappte zu. Parallel entwickelten sich 1980 Polen mit Streiks und 1981 ausgerufenen Kriegsrecht zum Krisenherd und die Welt erwartete gebannt, ob auch hier sowjetische Truppen einmarschieren werden.

Diese Kriegszustände wirkten sich auf die Mitgliedsstaaten des Rates für Gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) aus. Ihre Wirtschaftsleistung ging nach 1982 spürbar zurück. Der Unmut der Bevölkerungen wuchs in gleichem Maße.

Erich Honecker schrieb 1992:

„Im Jahr 1981 musste ich mich an das Politbüro des Zentralkomitees der KPdSU wenden mit dem Hinweis, dass die einseitige Reduzierung der Öllieferungen von 19 Millionen Tonnen auf 17 Millionen Tonnen die Gefahr in sich birgt, die DDR zu erschüttern. Hinzu kam die Einstellung der Getreidelieferungen der Sowjetunion von jährlich 3-4 Millionen Tonnen, die wir im Wert von 2,3 Milliarden Valutamark im Westen kaufen mussten, ein Umstand, der nicht in der Öffentlichkeit behandelt wurde.“

1982

„Titanen“ der Ur-Loge „Joseph de Maistre“ mit ihrem erstickenden Einfluss auf Osteuropa waren Charaktere wie Leonìd Breschnew, Michail Suslow, Jurij Andropow, Konstantin Tschernenko. Der aufstrebende Stern Michail Sergeevič Gorbatschow (geb. 1931) war wiederum Mitglied der Golden Eurasia“ und eine ehrgeizige Persönlichkeit stets auf der Suche nach bedeutenden Kontakten zu den westlichen Brüdern, die dazu bereit waren, ihm zu helfen.

Der sowjetische Parteichef Breschnew starb mit 76 im November 1982, sein Nachfolger Andropow mit 70 im Februar 1984 und dessen Nachfolger Tschernenko mit 74 im März 1985. Alle waren während der Stalinzeit sozialisiert worden, hatten die Schrecken des Krieges miterlebt und das Ziel einer sozialistischen Weltrevolution unter Führung der UdSSR (nach den Ideen Lenins und Stalins) zutiefst verinnerlicht.

Sagte Breschnew noch 1970 zu Honecker:

„Ohne uns gibt es keine DDR. Die Existenz der DDR entspricht unseren Interessen, den Interessen aller sozialistischen Staaten“,

so stellte schon 1982 der KGB-Politologe Dashichev diese Frage:

„Und welchen Nutzen hatte die Sowjetunion von der Teilung der deutschen Nation? Die schwere Last des Kalten Krieges, das Wettrüsten, die Militarisierung des Landes? Der niedrige Lebensstandard der Sowjetbürger? Die unerträgliche Rückständigkeit des zivilen Sektors der Wirtschaft? Der Teufelskreis der imperialen Politik der Gewalt?“

Vermutlich sollte schon 1984 das zukünftige Schicksal der DDR und der sozialistischen Staaten des Warschauer Paktes final entschieden werden. Kein Wunder, dass sich die DDR im Jahr 1983 aus der entsprechenden (ThinkTank)-Arbeitsgruppe in Moskau zurückzog. Musste sie doch die seit 1981 zugesagten, aber nicht gelieferten sowjetischen Rohstoffe im Westen gegen harte Devisen beschaffen, sie mit ebenfalls westlichen Krediten finanzieren (2 Mrd. DM von der BRD 1983) und wurde dafür von der sowjetischen Führung auch noch abgemahnt.

Der Verwalter des politischen Erbes Andropows wurde schließlich Gorbatschow, den er auf dem Sterbebett als seinen Nachfolger vorschlug, damit aber die sowjetische Nomenklatura (KPdSU-Elite) drüptierte. Als nunmehr Tschernenkos Nachfolger wurde er am 11. März mit nur 54 Jahren Generalsekretär. Er hatte allerdings nicht in der Sowjetarmee gedient und deshalb auch kein enges Verhältnis zu den Generälen. Mitten im Afghanistan-Krieg und Polens Kriegsrechtspolitik ein wenig unpraktisch.

Die Amerikaner konstatierten, dass die Sowjetunion ihren osteuro-päischen Einfluss erst mit geschwächt militärischen, nun auch aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr halten konnte. US-Präsident Reagan hatte mit der von ihm vertretenen Strategie des ökonomischen „Kaputtrüstens“ damit quasi bereits sein Ziel erreicht. Die sowjetische Führung zog mit dem Machtantritt Gorbatschows und Schewardnadses (als Außenminister) ab 1985/86 die Konsequenzen und überließ wenig später die Länder des Ostblocks ihrer Kollabierung zur Sturmreifschießung vor der Übernahme. Gorbis „Haus Europa“ stand von Geburt an auf bereits pulverisiertem Fundament, für die auch keinerlei „Sanierung“ mehr geplant war.

1987 waren intern die Politbüro-Mitglieder von der sowjetischen Preisgabe der DDR „zur Sicherung des Friedens“ informiert. Teilweise gelangten unter vorgehaltener Hand diese „News“ auch in die unteren (eher ungläubigen) Ebenen. Man konnte es sich schlicht weg nicht vorstellen, dass der „große Waffenbruder“ die DDR einfach so fallen lässt. Erich Honecker schrieb 1991 in seiner Schrift „Zu dramatischen Ereignissen“ seine Gedanken, die bestätigen, was Schewardnadse schon 1986 vertraulich in kleinem Kreis äußerte:

„1987 erhielten wir Informationen aus Washington, dass die DDR der ‘Preis‘ für das ‘Haus Europa’ sein würde. Diese Information war offensichtlich von der Befürchtung getragen, daß die USA aus Europa herausgedrängt werden sollten….“

Die politische Führung der DDR konnte nur noch im Schutz der Berliner Mauer und halbwegs gesicherten Grenzen existieren. Im Mai 1987 waren Gorbatschow und Schewardnadse zu Besuch in Berlin. Gorbatschow äußerte zu Honecker, dass man für ein „gemeinsames Haus Europa“ die Mauer nicht mehr brauche. Honecker hat scharf abgelehnt. US-Präsident Ronald Reagan stand 14 Tage später in West-Berlin vor dem Brandenburger Tor und rief:

„Mr. Gorbatchev tear down this wall!“

Die Vermutung liegt nahe, dass das eine mit Gorbatschow koordi-nierte Aktion war. Michael Wolski vermutete sinngemäß in seinem Buch „1989 – Auftakt zum Zerfall der Sowjetunion“:

„Es gab zwei Akteure, die den Mauerfall praktisch hätten verhindern können. Die DDR-Führung (selbst) und die sowjetischen Streitkräfte in der DDR – die sogenannte ‘Westgruppe’. Wenn Gorbatschow den Mauerfall geplant hat, hätte er diese beiden Akteure neutralisieren müssen. Beide Gruppierungen haben am 9.November auch tatsächlich nicht reagiert. Warum?

Die Armee handelt nur wenn sie einen Einsatzbefehl hat. Der Oberbefehlshaber General Boris Snetkow war ein Gegner des späteren Abzugs der Truppen aus Deutschland. Der wäre sicher auch dafür gewesen, die Truppen am 9. November einzusetzen, aber er hatte keinen Einsatzbefehl. Den hätte ihm in der DDR nur der sowjetische Botschafter persönlich weitergeben können. Botschafter Kotschemassow hatte an dem Abend aber ein Schlafmittel genommen und tief und fest geträumt. Deswegen musste sein Gesandter vor die Kameras treten…:

‘Es ist alles in Ordnung, ich werde weder den Botschafter noch Gorbatschow wegen dieser Sache wecken…morgen früh sehen wir weiter.’

Wjatscheslaw Iwanowitsch Kotschemassow (18.09.1918 – 25.08.1998)

Die Planung dieser Aktion durfte auch für die Armeeführung in Moskau nicht ruchbar werden. Die sowjetische Armee war gerade im Februar’89 aus Afghanistan ohne Sieg abgezogen worden. Hätte man denen noch gesagt: „Wir ziehen uns jetzt auch noch aus Osteuropa zurück!“ bestünde definitiv Putschgefahr. Auch deswegen musste es unter dem Radar laufen…“

Honecker war am 17. Oktober 1989 durch Egon Krenz als Generalsekretär der SED ersetzt worden. … Als „Sekretär für Informationswesen“ war Günter Schabowski in das Politbüro gewählt worden. Und selbiger hatte auch festgelegt, dass am 8. und 9. November jeweils am Abend eine Pressekonferenz stattfinde, um über die Ergebnisse der zuvor beendeten ZK-Tagung zu informieren.

Es ist schon merkwürdig, dass man keine Pressekonferenz (PK) erst am Ende der gesamten ZK-Tagung am 10. November einberief. Da wäre über die ausführliche Diskussion der Genossen und über Beschlüsse gesprochen worden und auch Egon Krenz, der neugewählte SED-Generalsekretär, könnte persönlich an ihr teilnehmen. Schabowski konnte diesen berühmten „Fehler“ („sofort, unverzüglich“) nur am 9. November machen. Am 8. November hatten die Sowjets noch ihren 2. Feiertag zur Oktoberrevolution. … Am 10. hätte er sagen müssen, dass die Reisewilligen vor der Ausreise zu den Meldestellen gehen müssten.

Nur am Abend des 9. November war es ihm möglich, die Menschen direkt zur Grenze zu schicken. Und das konnte er nur, weil die ZK-Sitzung dieses Tages erst um einiges später am Abend zu Ende ging. Die bei ihr versammelten Entscheidungsträger waren damit isoliert und konnten überhaupt nicht reagieren. Dann nahmen die Dinge ihren Lauf.

Springen wir noch einmal kurz zurück ins Jahr 1985.

Konrad Naumann wurde im November 1985 als 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Berlin und Mitglied des Politbüros der Partei (PB) abgesetzt und durch den „frischen“ Schabowski ersetzt, kurz nachdem Gorbatschow im März den greisen Tschernenko beerbte. Jeder kannte seinen Hang zu ungeöffneten Schnapsflaschen bei seinen Besuchen in den Betrieben und Kombinaten. Jeder kuschte aber auch vor seinen klaren Ansagen und eben seiner Autorität. Schabowski war dagegen um einiges gesichtsloser, eben ein „Nomenklaturkader“ und im PB besser zu händeln. Naumann wollte eine Zäsur und wirtschaftliche Reformen, was schon Anfang der 80er angesichts der fest einbetonierten Politbürokratie ohne Chance war. Die SED verhandelte dazu in dieser Zeit gerade mit der SPD über Annäherungen und Bedingungen für ein Abwenden des NATO-Raketen-Doppelbeschlusses. Der kalte Krieg lief sich langsam tot und stellte den „Status Quo“ in Frage.

„Schabe“ wurde nunmehr auf einem in späteren Zeiten wichtigen Posten platziert. Unbequme Reformen waren Geschichte. Als ehemaliger Chefredakteur des „Neuen Deutschlands“ (ND) war man überdies prädestiniert als KGB-Mitarbeiter zu wirken.

Rudolf Herrnstadt – ein Vorgänger Schabowskis als Chef-redakteur des ND bis 1953 – war ebenfalls KGB-Mitarbeiter. Auch Wilhelm Zaisser, der Vorgänger Erich Mielkes, war KGB-Mitarbeiter. Als Agent Moskaus zu wirken, musste selbst in der DDR geheim bleiben. Beliebt waren diese „Zecken“ keinesfalls. Der West-Berliner Bürgermeister Walter Momper (Merkmal: „Roter Schal“) sagte, Schabowski sei derjenige im Politbüro gewesen, welcher die besten Kontakte nach Moskau hatte.

Nur eben zu „welchem“ Moskau?

Die DDR-Führung war mit KGB-Leuten durchsetzt. Die Gesamtzahl der KGB-Mitarbeiter und der sowjetischen Soldaten im militärischen Abwehrdienst GRU in der DDR wird mit 50.000 (!) beziffert. Auch die NVA unterhielt ihren eigenen Geheimdienst. Das „Opfern der DDR“ war vor 1989 zwischen den Zeilen bis in die unteren Ebenen von Partei und Massenorganisationen, so z.B. in Seminaren und Referaten amtierender Funktionäre. Im „Aktuellen Argument“ im Pionierpalast der DDR sprach der damalige 2. Bezirkssekretär Helmut Müller vor FDJ-Funktionären schon im Sommer 1988:

„Man müsse sich auf komplett andere Zeiten vorbereiten, selbst wenn es hieße, für den Frieden die DDR zu opfern.“

Helmut Müller (12.06.1930 – 19.07.2019)

Kasernen (z.B. in Hohenschönhausen) waren am 09.11.mit Feldbetten für polizeiliche und militärische Einsatzkräfte bestückt. Diese waren auch alle vor Ort. Nur rückten sie eben nicht aus. Thema (vorsätzliche oder zufällige) „Befehlskettenunterbrechung“. Der Schusswaffengebrauch durch Volkspolizisten war Tage vorher bereits durch Egon Krenz untersagt worden. So wie schon die Aussetzung des Schießbefehls der Grenzsoldaten im April, nach dem letzten gescheiterten Fluchtversuch Anfang des Jahres ‘89.

Eine „Friedliche Revolution“ von unten war es also in keinem Fall. Alledings auch keine der sogenannten „Farb-Revolutionen“ von George Soros’ Gnaden. Es war vielmehr eine konzertierte Aktion von Geheimdiensten, koordiniert und im Einvernehmen.

Die Besatzungsmacht Sowjetunion hatte die DDR kontrolliert. Genau so wie die USA die BRD kontrolliert haben. Im Hauptquartier des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in der Berliner Normannenstraße gab es seit 1949 eine Repräsentanz des KGB mit etwa 20 Mitarbeitern. Diese Repräsentanzen gab es bei allen Staatsicherheits-Bezirksverwaltungen der DDR. Einer dieser KGB-Mitarbeiter war zum Beispiel Wladimir Putin in Dresden. All diese KGB-Leute hatten auch Stasi-Ausweise. Damit konnten sie zu jeder Tages- und Nachtzeit deren Gebäude betreten.

Wladimir Semjonow war von 1978 bis 1986 sowjetischer Botschafter in der BRD in Bonn. Dann blieb er aber in der BRD und arbeitete bis 1991 als sowjetischer Sonderbotschafter sowie Berater des Außenministers. Ein Sonderbotschafter wird immer für eine bestimmte Angelegenheit ernannt – z.B. in diesem Falle für Vertragsverhandlungen zum Thema „Deutsche Einheit“.

Der legendäre Chef des Auslandsnachrichtendienstes der DDR – Hauptverwaltung Aufklärung (HVA), bekannt auch als „Mann ohne Gesicht“, Markus Wolf war ein Ziehsohn Semjonows. Im damaligen Ranking der weltweit „besten Geheimdienste“ belegte der aus der DDR nach dem israelischen Mossad Platz 2. Nach Semjonows Wechsel in die BRD reichte Wolf sofort bei Mielke seinen Antrag auf Pensionierung ein und enttarnte sich später öffentlich u.a. über sein Wirken als Autor („Die Troika“), wohl auch in Erwartung des sich in Arbeit befindlichen Vereinigungs-prozesses, selbst. Bis zum Ende der DDR trat er dann z.B. in Foren der oppositionellen Kräfte auf und stellte sich in deren dezentralen Veranstaltungen mannigfaltger Kritik.

Die Vereinigten Staaten ernannten 1989 Vernon A. Walters zum US-Botschafter in Bonn. Zum ersten mal wurde damit ein pensionierter Nachrichtenoffizier und Vizechef der CIA (!) unter George Bush Botschafter:

„Ich werde nur gerufen, wenn dem Patienten die letzte Ölung zu Teil werden soll.“

Vernon Anthony Walters (03.01.1917 – 10.02.2002) Foto: US-Government – official portrait

Er blieb nur für diese zwei wichtigen Jahre US-Botschafter. Condoleezza Rice hat sich in ihrem Buch über Maueröffnung und Einheit gewundert, dass solch ein großer Vertrag (Zwei-plus-Vier-Vertrag) zwischen zwei Weltmächten bzw. insgesamt sechs Ländern in so kurzer Zeit durchverhandelt wurde. Der Schluss liegt nahe, dass diese Verhandlungen zumindest zwischen USA und UdSSR eben nicht erst 1990 begannen, sondern Jahre zuvor!

Durch diese von äußeren Einflüssen befreite Vorbereitungszeit konnte man den Zwei-plus-Vier-Vertrag jedoch später innerhalb des historisch relevant geöffneten Zeitfensters bereits am 12. Sep-tember 1990 unterzeichnen. Die gesamte politische Abwick-lung der DDR vollzog sich damit in einer Rekordzeit von zehn Monaten nach dem „überraschenden“ Mauerfall, drei Monate nach der Währungsunion, die erst durch „erste freien Wahlen“ im März’90 und so bekanntlich „von heute auf morgen“ organisiert werden konnte. Die Unterzeichner selbst hatten mit der Komplexität dieses Vertrages an sich gar nichts zu tun, außer, dass sie ihm Kraft ihrer neuen Ämter eine Art „Völkerrecht“ verleihen sollten.

Vom darüber hinaus geschlossenen „Einigungvertrag“, der ebenfalls innerhalb von wenigen Wochen „verhandelt“ sein soll, muss ich nichts weiter ausführen. Auch dieser wartete als Schablone längst in der Schublade auf seine Zeit.

Also kurz und knapp: Alles Show!

(Die Vereinheitlichung der ökonomischen Systeme zählt genauso zur Internationalisierung, nur nennt sie sich „Globalisierung“.)

Wer schon mal Verträge organisiert hat weiß, dass man jahrelang verhandeln kann, bis die Folgen im Detail abgeschätzt und alle Genehmigungen verschiedenster Stellen eingeholt sind etc. (Beispiel: In Deutschland braucht man heutzutage drei bis sechs Monate – manchmal sogar länger – für eine einfache Baugenehmigung). Firmenübernahmen bedingen Verhandlungs-zeiträume von teilweise mehreren Jahren.

Wenn man darüber hinaus bedenkt, welche Zeit Verhandlungen zur Abschaffung der leidigen Sommerzeitregelungen einnehmen (wenn es diese überhaupt geben sollte), kann das damalige „Wunder“ des Zusammenspiels völlig konträrer Positionen in keinem Fall nur wenige Wochen beansprucht haben. Zumal eingesetzte Protagonisten auf der DDR-Seite desöfteren aufgrund nachgewiesener MfS-Zugehörigkeiten ausgewechselt werden mussten. Im Gegensatz dazu, dass die „Wiedervereinigung“ nicht einmal zur „Volks“-Abstimmung stand, … sprachen sich 30 Jahre später eine Mehrheit der europäischen Menschen gegen diese administrativ orchestrierten gesundheitsschädlichen Zeitverschiebungen aus. Es wäre ein Leichtes, wenn es tatsächlich um die Menschen und nicht um Interessen gehen würde.

Mit diesem Beispiel zeigt sich die Kehrseite erhoffter Umbrüche ziemlich deutlich. Wenn sich die Ur-Logen im Hintergrund nicht einig sind und entsprechend gemeinsam agieren, wird sch auch keine Veränderung herbeiführen lassen, sondern das „Hauen & Stechen“ fortgeführt werden.

Resümee: Lange vor den heute zurückliegenden 35 Jahren nach dem Mauerfall ist den Verantwortlichen in Moskau allerdings schmerzlich bewusst geworden, in welche Falle sie durch die Verabredungen der beiden Ur-Logen getreten wurden. Die kulturelle Vielfalt der nationalen Staaten gingen sukzessive im „American Way of Life“ verloren, die NATO erschlich sich dessen Territorien bis an die russische Grenze. Der sicherheitsrelevante Puffer zum größten Land der Erde ist pulverisiert und hat nun den US-Dollar als Reservewährung sowie die Auflage, für die fremden Stützpunkte die Unterhaltkosten auch noch aus ihren Staats-haushälten zu bezahlen. Bestenfalls mit Krediten wiederum jener Gläubiger, die mit (ebenfalls amerikanischen) FED-Banken ver-bunden sind. Geschäftsmodell WinWin zulasten von Ländern, bei denen der gewöhnliche Amerikaner nicht mal weiß, wo sie liegen.

Auf der Karte sehen wir die Ernte. Die „Kabale“ konnte in den Jahren nach der sogenannten „Friedlichen Revolution“ das erreichen, was in der gesamten Zeit ihrer Existenz davor nicht einmal ansatzweise mehr möglich war. Die Ausdehnung bis ins ehemalige Sowjetreich hinein, inklusive der Spaltung der einzelnen Republiken untereinander und ein möglicher rendite-fördernder Krieg ohne wesentlicher Beteiligung amerikanischer Soldaten

Foto: pressenza.com

Mittlerweile sind Schweden und Finnland ebenfalls vereinnahmt und stehen, gemeinsam mit Deutschland, England, der USA, Kanada usw. gegen die Russische Föderation und (als seit den 70er Jahren aufgebautem) Hauptfeind China.

Die Renditen des MIK werden gigantisch sein.

Buchquelle: https://www.1989mauerfall.berlin

In Folge: Die verborgenen Strippenzieher hinter den Kulissen

Buchquellen: https://operation-ljutsch.de und „Massoni. La scoperta delle Ur-Lodges“ (ital. Sprache – noch nicht übersetzt)